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Die schönsten alten Märchen der DDR und dem Ostblock

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Ost-Märchen

In der Filmindustrie werden immer wieder Märchen neu verfilmt und modernisiert. Doch auch die Märchenfilme aus der DDR und den Oststaaten haben ihre Reize. Vor allem die DEFA (Deutsche Film AG) Märchen, welche überwiegend in den Filmstudios Babelsberg produziert wurden, erfreuen sich nach wie vor ihrer Beliebtheit. Aber auch russische Märchenfilme sind nach wie vor gern gesehen. Die Filme aus dem Osten sind trotz der Wende, die mit dem Mauerfall kam, erhalten geblieben und können mittlerweile sogar auf DVD erworben werden. So können sich auch Nostalgiker an den traditionellen Geschichten über Prinzessinnen, Hexen und anderweitiger Fabelwesen erfreuen. Nachfolgend wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Inhalte der Märchen aus dem Osten geben.

DEFA Märchenfilme aus der DDR

Viele Märchen handeln klassischerweise von einer Prinzessin, die von einem Prinzen gerettet werden muss. So zum Beispiel versucht die böse Stiefmutter in „Schneewittchen“ ihre Ziehtochter zu beseitigen. Als sie es letztlich schafft, die Prinzessin zu vergiften, kann nur der Kuss eines Prinzen Abhilfe schaffen. Jedoch wurden in der DDR auch Märchenfilme gedreht, welche nicht nur das klassische Schema verfolgten. Beispielsweise wurde mit „Frau Holle“ ein Märchen verfilmt, welches eine Erziehungsfunktion hat. Die fleißige Schwester wird belohnt, während die faule Schwester eine Bestrafung erfährt. Ebenso lehrreich ist auch das Märchen „Der kleine Muck“. Die Geschichte des kleinen Muck fällt unter den klassischen Geschichten aus dem Raster. Thematisiert wird in dem Märchen der DEFA die Individualität des Äußeren und damit die einhergehende Ausgrenzung. Somit lässt sich sagen, dass die Geschichten aus der DDR nicht nur einen märchenhaften Charakter haben. Vielmehr können sie ohne besondere Effekte und Ausschmückungen auch eine gewisse Lehre mit sich ziehen.

Sowjetische bzw. Russische Märchen

Neben den alten Märchenfilmen der DEFA haben auch die Geschichten aus den Ostblockstaaten ihre Vorzüge. Bekannt sind vor allem Märchen wie „Väterchen Frost“, „Das Schneeflöckchen“ sowie „Die Hexe Baba Jaga“. Wie auch in den Inhalten der DDR Märchen behandeln russische sowie sowjetische Märchen nicht nur die Handlung zur Rettung einer Prinzessin. Ebenso treffen Tiere, die sprechen können, aufeinander. Diese unterstützen nicht immer nur das Gute, sondern auch mal die Bösewichte in den Märchen. Vor allem „Die Hexe Baba Jaga“ weicht von den traditionellen Erzählungen ab. Die Hexe kennzeichnet sich zwar durch ihre bösartigen Vorhaben, möchte aber nicht immer dem Held der Geschichte schaden. Da Russland für eisige Temperaturen bekannt ist, spiegeln die Märchen „Väterchen Frost“ und „Das Schneeflöckchen“ die Gegebenheit des Landes wieder und erfreuen sich somit eines besonderen Ansehens. Natürlich gibt es die russischen Märchen auf Deutsch. So können wir uns auch hierzulande an den Märchen aus den Ostblockstaaten erfreuen. Aufgrund der heutigen Technik wurden die Filme, wie die aus der DDR, auf DVD gebrannt und können nun auch als Märchenklassiker auf DVD erworben werden.

Märchen DVD Box

Nun haben wir Ihnen einige Märchen aus der DDR und Russland kurz vorgestellt. Oftmals ist die Entscheidung für ein Märchen nicht einfach. Die Entscheidung wird vor allem aufgrund der unterschiedlichen Handlungen erschwert. Jedoch gibt es hierfür Abhilfe. Sie können die DEFA Märchen aus der DDR sowie die russischen Märchenfilme in DVD-Boxen erwerben. Somit erhalten Sie mehrfachen Filmgenuss mit nostalgischem Flair.



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Schon in den Anfangsjahren des Films boten Märchen beliebte Vorlagen, denn mit ihnen werden nicht nur spannende Geschichten erzählt, sondern auch Gefühle, Ansichten und Lehren transportiert. Zu den ersten Märchenverfilmungen gehören „Hänsel und Gretel“ und „Rapunzel“, die beide bereits im Jahr 1897 als Stummfilme von Oskar Messter in Deutschland gedreht wurden. Grundlage für diese Märchen war die Märchensammlung der Brüder Grimm, die bis heute viele Filmvorlagen liefert. Auch in der DDR wurde den Märchenfilmen viel Platz eingeräumt.

Die Bedeutung von Märchenfilmen in der DDR

Filmwissenschaftlichen Abhandlungen nach soll die Produktion von Märchenfilmen rund ein Viertel der gesamten Kinderfilmproduktion der DEFA ausgemacht haben. Eine Vielzahl der Märchenfilme basierte auf den Grimm’schen Märchen, aber auch Märchen von Wilhelm Hauff, Hans Christian Andersen, Theodor Storm, Hans Fallada und anderen Autoren sowie Sagen wurden verfilmt. Der Anspruch an die Filme war hoch, schließlich sollten sie sowohl unterhaltsam als auch lehrreich sein. Außerdem musste den Drehbuchautoren und Regisseuren der Spagat zwischen ihrer künstlerischen Freiheit und den Vorgaben der Kulturabteilung des Zentralkomitees der SED gelingen. Immerhin wurden vor allen in den 1960er Jahren zahlreiche Spielfilme zensiert oder sogar verboten. Dennoch gelang den ostdeutschen Filmschaffenden eine große Anzahl ansprechender Spielfilme, darunter viele Märchenfilme, die heutzutage beinahe Kultstatus haben, wie zum Beispiel „Das kalte Herz“, „Die Geschichte vom kleinen Muck“ und natürlich „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, ein Film der vielen Zuschauern als der Weihnachtsfilm schlechthin gilt.

Der erste Märchenfilm der DDR: „Das kalte Herz“ (1950)

Der Film „Das kalte Herz“ nach dem gleichnamigen Märchen von Wilhelm Hauff gilt nicht nur als der erste Märchenfilm, sondern auch als der erste Farbfilm, der in der DDR produziert wurde. Regie führte der westdeutsche Regisseur Paul Verhoeven, als Hauptdarsteller agierten Lutz Moik und Erwin Geschonnek. Aufgrund eines sehr großen Filmstabs und sehr aufwändiger Tricktechnik wurde dieser Märchenfilm einer der teuersten Filme der DEFA, die rund 4 Millionen Mark dafür ausgeben musste. Mit circa 10 Millionen Kinobesuchern sollte er jedoch zu einem der erfolgreichsten DEFA-Filme werden, sodass das Geld sicher wieder eingespielt wurde. Gedreht wurde im Jahr 1950 vor allem in den DEFA-Studios in Potsdam-Babelsberg sowie in der Umgebung der thüringischen Orte Schwarzburg und Tabarz. Als Filmmaterial diente Agfacolor der Firma Agfa aus Wolfen. Der Vertrieb wurde durch den Progress-Film-Verleih übernommen, der der einzige Filmverleih in der DDR war unb bis zum Schluss bleiben sollte. Wie es heute heißt, hat „Das kalte Herz“ neben dem Spielfilm „Die Geschichte vom kleinen Muck“ den Grundstein für die spätere Spielfilmproduktion für Kinder in der DDR gelegt.

Der Orient in Babelsberg: „Die Geschichte vom kleinen Muck“ (1953)

Drei Jahre nach dem großen Erfolg des ersten Märchenfilms holte die DEFA das Flair des Orients auf das Studiogelände in Potsdam-Babelsberg. Wieder wurde ein Märchen von Wilhelm Hauff verfilmt, und zwar „Die Geschichte vom kleinen Muck“, der sich mit einem goldenen Stock und Zauberpantoffeln auf den Weg macht, um das Glück zu suchen. Der Regisseur Wolfgang Staudte blickte zu dieser Zeit bereits auf eine zwanzigjährige Filmkarriere zurück. Für die DEFA hatte er unter anderem „Die Mörder sind unter uns“ (1946), „Die seltsamen Abenteuer des Herrn Fridolin B. (1948) und „Rotation“ (1949) gedreht. Wie diese Filme wurde auch „Die Geschichte vom kleinen Muck“ zu einem riesigen Erfolg. Es heißt heute sogar, dass der Film der erfolgreichste DEFA-Film überhaupt war. Nach der Erstaufführung im Dezember 1953 in der DDR, kam er zwei Jahre später auch in die Kinos der Bundesrepublik. Bis heute wurde er in insgesamt 60 Ländern gezeigt und erreichte damit mehr als elf Millionen Kinozuschauer. Einen Nachbau der ursprünglichen Filmkulissen kann man heutzutage im Filmpark Babelsberg bestaunen.

Die Märchen der Brüder Grimm in den Filmen der DEFA

Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm lebten zu Beginn des 19. Jahrhunderts und arbeiteten als Sprachwissenschaftler sowie Volkskundler in Hanau. Einen Namen machten sie sich besonders durch die Kinder- und Hausmärchen, eine Sammlung von deutschen Hausmärchen. Diese fehlt bis heute in kaum einem Bücherschrank und wurde immer wieder neu veröffentlich. In der DDR erschien die Märchensammlung übrigens mit wunderbaren Zeichnungen von Werner Klemke, die sicher für viele Kinder das Aussehen der Grimm’schen Märchenfiguren bis ins Erwachsenenalter geprägt haben. Diese Ausgabe kann immer noch gekauft werden. Inzwischen ist sie in der 39. Auflage erschienen. Viele Märchen der Brüder Grimm waren schon in der Stummfilmzeit und später verfilmt worden, boten aber immer noch hinreichend Stoff für neue Filme. Zu den heute noch gern gesehenen Märchenfilmen nach Motiven der Märchen der Brüder Grimm gehören „Das tapfere Schneiderlein“, „Das singende klingende Bäumchen“, „Schneewittchen“, „König Drosselbart“, „Sechse kommen durch die Welt“ und „Die goldene Gans“. Viele dieser Märchen werden vor allem zur Weihnachtszeit im Fernsehen gesendet, können aber auch das ganze Jahr über auf DVDs gekauft werden.

Koproduktionen der DEFA mit Filmproduktionsfirmen aus anderen Ländern

Um sich auf dem internationalen Parkett behaupten zu können, arbeitete die DEFA immer wieder mit zahlreichen Produktionsfirmen aus anderen Ländern zusammen. Neben Spielfilmen für Erwachsene entstanden dabei auch viele Märchenfilme mit hochkarätigen Darstellern. So spielte beispielsweise der französische Schauspieler Gérard Philipe 1956 den Till in „Die Abenteuer des Till Ulenspiegel“, einer Koproduktion zwischen der DEFA und der Ariane-Film aus Frankreich. Regie wurde bei diesem Film ebenfalls von Gérard Philipe unter der Mitarbeit von Joris Ivens geführt, der aus den Niederlanden stammte. Die Dreharbeiten fanden in den Niederlanden, in Frankreich, in Schweden und in Raguhn (Sachsen-Anhalt) statt. Premiere war am 7. November 1956 unter dem Originaltitel „Les Aventures de Till L’Espiègle“ in Paris; die Erstaufführung in der DDR war am 4. Januar 1957 im Ostberliner Kino „Babylon“, das heute noch existiert. Im April des gleichen Jahres wurde der Film auch in bundesdeutschen Kinos unter dem Titel „Till Eulenspiegel, der lachende Rebell“ gezeigt. Im Fernsehen der DDR lief er erstmals im Juli 1957. Weitere Koproduktionen waren „Die goldene Jurte“ aus dem Jahr 1961 mit der Mongolei und, wohl am bekanntesten, „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (1973)

Für den Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ kooperierte die DEFA mit dem Studio Barrandov aus der damaligen Tschechischen Sozialistischen Republik (ČSSR). Nach Vorlage des gleichnamigen Märchens von Božena Němcová, das nur teilweise Motive aus dem Aschenputtel-Märchen der Brüder Grimm entlehnt, entstand ein liebevoll inszenierter Märchenfilm, der noch heute Kultstatus genießt. Regie führte der tschechische Regisseur Václav Vorlíček, die Hauptrollen spielten Libuše Šafránková und Pavel Trávníček. Der Film wurde in den DEFA-Studios in Babelsberg, in den Filmstudios Barrandov in Prag, im Böhmerwald, im Wasserschloss Švihov (Schwihau) sowie im Barockschloss Moritzburg in der Nähe von Dresden gedreht. Dort findet noch immer jährlich im Winter eine Sonderausstellung zu dem Märchenfilm statt, bei der Besucher originale Filmkulissen und Kostüme bestaunen können. Auf der Freitreppe des Schlosses lässt sich zudem nachprüfen, wem der goldene Schuh passt, den Aschenbrödel einst hier verloren hat. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ erhielt zahlreiche Filmpreise auf der ganzen Welt. Die später erschienene DVD zum Film soll sich bis zum Jahr 2015 allein in Deutschland rund 700.000 Mal verkauft haben.

Märchenfilme im Auftrag des Fernsehens

Neben den Filmen für das Kino, die später oftmals im Fernsehen gezeigt wurden, produzierte die DEFA eigens für den DFF mehrere Märchenfilme. Im Jahr 1975 wurde unter der Regie von Celino Bleiweiß der Film „Die schwarze Mühle“ nach einer Geschichte des sorbischen Schriftstellers Jurij Brězan realisiert, die wiederum auf der sorbischen Volkssage Krabat beruhte. Nach einem Roman von Theodor Storm entstand im Jahr 1976 „Die Regentrude“. Regie führte Ursula Schmenger, die in den darauffolgenden Jahren unter anderem „Die zertanzten Schuhe“ (1977), „Die Gänsehirtin am Brunnen“ (1979), „Die Brummeisenprinzessin“ (1987) und „Rapunzel oder Der Zauber der Tränen“ (1988) drehte. Außerdem wurden unter der Regie von Wolfgang Hübner „Der Meisterdieb“ (1978), „Gevatter Tod“ (1980) und „Jorinde und Joringel“ (1986) verfilmt. Weitere Märchenfilme für das Fernsehen waren „Zwerg Nase“ (1978) mit dem Regisseur Karl-Heinz Bahls nach Motiven des Märchens von Wilhelm Hauff, „Der Hase und der Igel“ (1982) unter Regie von Dieter Bellmann sowie „Die Geschichte vom goldenen Taler“ (1984) nach einer Geschichte von Hans Fallada und unter Regie von Bodo Fürneisen.

Märchenfilme aus der Sowjetunion und anderen Ländern des Ostblocks

Neben den Märchenfilmen, die die DEFA produzierte, liefen in den Kinos und im Fernsehen der DDR auch zahlreiche Produktionen aus den sogenannten Bruderländern, allen voran aus der Sowjetunion, heute Russland. Viele dieser Märchen sind auch heute noch beliebt und werden unter anderem auf dem Kinderkanal gezeigt oder können auf DVD erworben werden. Zu den bekanntesten und beliebtesten Märchenfilmen aus der Sowjetunion dürften „Die schöne Wassilissa“, „Die steinerne Blume“, „Abenteuer im Zauberwald“, „Feuer, Wasser und Posaunen“, „Der Hirsch mit dem goldenen Geweih“, „Die schöne Warwara“, „Die Schneekönigin“ und „Das purpurrote Segel“ gehören. Aus der Tschechoslowakei sind vielen Zuschauern vor allem „Die Prinzessin mit dem goldenen Stern“, „Die Märchenbraut“, „Das Mädchen auf dem Besenstiel“, „Der falsche Prinz“ und „Frau Holle“ mit der italienischen Schauspielerin Giulietta Masina ein Begriff. Aus Rumänien fanden unter anderem „Das Schloss hinterm Regenbogen“ und „Der verzauberte Eichenwald“ ihren Weg in das deutsche Fernsehen.

Die schönsten Märchen aus Russland

Die deutsche Filmkultur, vor allem die der DDR, war durch die wunderschönen alten Märchenfilme geprägt. Die russischen Märchen haben sich zu einem Kult entwickelt, allseits beliebt und voller einfacher und doch beständiger Werte. Die Märchen aus der Sowjetunion sind mittlerweile ein Klassiker, viele Menschen schauen sich immer wieder gerne die tollen Filme zu bestimmten Anlässen an. Auch die Kinder lassen sich von den teils 50 Jahre alten Filmen nach wie vor begeistern. In der Sowjetunion wurden sehr viele Märchenfilme produziert und diese Geschichten wurden teils ins Deutsche übersetzt. Ihr erhält mittlerweile ganze Sammlungen von russischen Märchen auf DVD.

Ihr erinnert euch sicher an einige Klassiker. Die Märchen sind gerne plakativ, die Trennung zwischen Gut und Böse ist deutlich, auch die Tatsache, dass das Gute grundsätzlich siegt, bringt eine gewisse sympathische Naivität und Leichtigkeit in die Märchenklassiker.

Der Winter: Ein Teil der russischen Kultur

Der Winter in der ehemaligen Sowjetunion ist mit unserem nicht zu vergleichen. Dort liegen die Temperaturen im Winter nach wie vor gerne unter -30°C und ebenso ist der Winter für die Menschen eine Zeit der Gemütlichkeit, Familie und Kultur. Der Winter wird mit Schönheit und Festen verbunden, aber ebenso mit großen Herausforderungen, und aus diesem Grund gibt es zahlreiche russische Märchen, die diese Jahreszeit thematisieren.

Die Schneekönigin

Jeder Mensch kennt dieses Märchen, denn der berühmte dänische Schriftsteller Hans Christian Andersen hat dieses wertvolle Kulturgut für uns hinterlassen. Seitdem wurde die Geschichte der Schneekönigin und der beiden Kinder hundertfach verfilmt, in verschiedensten Ausführungen. Die russische Märchenvariante ist dem Original ziemlich nahe. In der Geschichte handelt es sich um ein kleines Mädchen namens Gerda, die ihren Bruder Kai aus dem Palast der Schneekönigin retten möchte. Das tolle Märchen ist die Geschichte von großer Liebe, die nur Geschwister füreinander empfinden können.

Die Eisfee

Wenn ihr Lust auf eine richtig süße Liebesgeschichte habt, ist die Eisfee für kühle Wintermonate perfekt. Ein altes Ehepaar adoptiert eine wunderschöne Fee, die im tiefsten Winter im Wald gefunden wird. Natürlich verliebt sich die „Lyedianaja Vnuchka“, was so viel wie „Eis-Enkelin“ bedeutet, in einen menschlichen Burschen und das Dilemma beginnt.

Abenteuer im Zauberwald

Ebenso im Winter findet eine der wohl berühmtesten Märchenhandlungen aus Russland statt. Nach einem ganz klassischen „Feindbild“ erlebt ihr den typischen Konflikt zwischen der Stieftochter und der Stiefmutter, der letztendlich zu Folge hat, dass das junge Mädchen zum Sterben im Wald ausgesetzt wird. Eine gewisse grausame Ader bringen die Märchen der sechziger doch mit sich. Im Wald trifft das Mädchen namens Nastija den „Morozko“, nach dem im Original auch der Film benannt wurde. Morozko leitet sich vom russischen Wort „Frost“ ab und ist mit dem Bild des Väterchen Frosts vergleichbar.

Die Heldenfiguren: Aus der alten slawischen Kultur

Neben dem Winter ist auch Heldentum ein großes Thema der russischen Filme. Viele dieser Klassiker haben ein sehr ähnliches Schema: Ein sympathischer, jedoch erfolgloser jüngster Sohn sucht den Weg nach ganz oben. Es sei denn, der Hauptcharakter ist bereits ein Held, ein Bogatyr. Es sind starke, kaum besiegbare, furchtlose Männer, die meist noch vor dem Frühstück die Stadt vor dem bösen Drachen befreien, die Räuber vertreiben und den Schatz beschützen. Hier findet ihr eine kleine Auswahl der großen Klassiker der slawischen Kultur.

Das bucklige Pferdchen

Der Zeichentrickfilm stammt aus den siebziger Jahren und bedient das bezaubernde Klischee. Ihr lernt einen jungen Mann, den jüngsten Sohn und einen wahren Pechvogel kennen, der mit Hilfe von einem kleinen buckligen Pferdchen einen tollen Weg macht. Ein belangloser und zauberhafter Film mit der simplen, doch niemals weniger aktuellen Botschaft zum Thema „Du kannst alles schaffen, wenn Du es wirklich willst.“

Feuer, Wasser und Posaunen

Das Märchen vereint alle alten Freunde der russischen Märchenwelt: Die Baba Jaga, das Gerippe Unsterblich, verjüngende Äpfel, wunderschöne Jungfrauen und natürlich junge Männer, die sich vorerst für ihre Liebste beweisen müssen, kommen in diesem alten Klassiker vor. Der Film ist humorvoll, hat eine große Spannungskurve und musikalisch auf hohem Niveau begleitet.

Finist, heller Falke

Wenn ihr die Superhelden-Eigenschaften in einem unbesiegbaren Mann erleben wollt, dann wird Finist diese Anforderungen wohl erfüllen. Er ist nämlich ein Bogatyr und seine große Aufgabe ist es, dem hinterlistigen Zauberer zu trotzen. Doch auch großen Männern der 70er Jahre kann es passieren, in einen Hinterhalt zu geraten. Und so müssen ganz normalen junge Menschen sich auf den Weg machen, um den großen Bogatyr zu finden.

Kulturübergreifende Klassiker und zeitlose Geschichten

Auch in Russland findet man Geschichten aus aller Welt, z. B. wurden Märchen wie „Der gestiefelte Kater“, „Prinzessin auf der Erbse“, „Rotkäppchen“ und „Aschenputtel“ am Ende des letzten Jahrtausends verfilmt. Sie bleiben auch in Deutschland beliebt und beinahe konkurrenzlos. Rund 60 Filme aus der Sammlung der russischen Märchen sind beliebt und werden immer noch neu produziert. Die absoluten Highlights sind unter anderem „Der Hirsch mit dem goldenen Geweih“, „Die feuerrote Blume“ sowie „Zwölf Monate“.